Programm

Samstag, 4.12.2021

9:45

Kaffee-Bar

10:30

Begrüßung

10:45 – 11:30

Vortrag: Was ist freies Musiktheater? – Eine Standortbestimmung

Matthias Rebstock (Universität Hildesheim / ZMB)
Kaum eine Theateraufführung kommt heute ohne Musik aus. Lässt sich „Musiktheater“ dennoch als eigenes Genre bestimmen? Durch welche neueren Spielformen ist es charakterisiert und wo finden sie statt? Der Vortrag versucht, unterschiedliche Begriffe und Entwicklungslinien von Musiktheater aufzuzeigen und daraus Thesen und Fragestellungen zu entwickeln, die einen Impuls für die Diskussionen des Runden Tisches geben sollen und im anschließenden Speed Dating aller Anwesenden aufgegriffen werden können

11:45 – 12:45

Speed Dating

12:45 – 13:00

Pitches I: Kurzvorstellungen von Akteur:innen aus Berlin, Hamburg und Köln

13:00 – 14:30

Gemeinsames Mittagessen Kantine ExRotaprint

14:30 – 14:45

Pitches II: Berlin, Hamburg, Köln

14:45 – 16:00

Panel 1: Berlin, Hamburg, Köln: Bestandsaufnahme dreier Musiktheaterszenen in Deutschland

Gäste: Hans-Jörg Kapp (Stimme X), Matthias Schulze-Kraft (Lichthof Theater Hamburg), Christian Grammel (Kölner Initiative Musiktheater), Sandra Reitmayer (Spark Festival für aktuelle Musik Köln), Roland Quitt (ZMB e.V.), Claudia van Hasselt (inm e.V. - angefragt)
Moderation: Ulrike Ruf, N.N.
Innerhalb der freien Szene sind in den vergangenen Jahren Spielformen des Musiktheaters entstanden, die die Narrative der Oper hinter sich lassen. Strömungen, die ihre Anregung aus einem erweiterten Musikbegriff beziehen, finden sich hier neben solchen, die ihre Impulse einem performativ orientierten zeitgenössischen Theaterdenken verdanken. Diese verschiedenen Ansätze von „Musiktheater“ haben es bisher erschwert, zu einer gemeinsamen Stimme zu finden. In Berlin, Hamburg und Köln haben freie Musiktheaterschaffende inzwischen aber damit begonnen, die Probleme ihrer Arbeit vor dem Hintergrund übergreifender institutioneller Strukturen zu verstehen und sich lokal zu organisieren. Das Panel gibt Einblick in die jeweilige Situation vor Ort und den Stand der bisherigen Aktivitäten. Wo liegen regionale Unterschiede, wo Gemeinsamkeiten? Was können wir voneinander lernen? Auf welche Art könnte künftig ein Austausch gepflegt werden?

16:00 – 16:15

Pitches III: Berlin, Hamburg, Köln

16:15 – 16:45

Kaffeepause

16:45 – 18:00

Impuls + Panel 2: Wie produzieren? Freies Musiktheater und Institutionen

Impuls: Rainer Nonnenmann (Hochschule für Musik und Theater Köln, Herausgeber MusikTexte)
Gäste: Viktor Schoner (Intendant der Staatsoper Stuttgart), Dorothea Hartmann (stellv. Chefdramaturgin Deutsche Oper Berlin), Christian Esch (Fonds Experimentelles Musiktheater), Franziska Kronfoth (Hauen und Stechen)
Moderaton: Vendula Nováková und Rainer Simon
Freies Produzieren findet nicht im luftleeren Raum statt, sondern in unterschiedlichsten Verflechtungen und Kooperationen mit anderen Partnern und Institutionen. Das Produzieren von Musiktheater stellt dabei häufig besondere Anforderungen, die mit den Prozessen auf Veranstalterseite, seien dies Festivals, Konzert-, Opern- oder freie Produktionshäuser, in Einklang gebracht werden müssen. Wie und wo können welche Formen des Freien Musiktheaters andocken an den bestehenden Institutionen, wo liegen die Herausforderungen auf beiden Seiten, welche Strukturen müss(t)en jeweils wie zusammenpassen, welche Entwicklungspotentiale gibt es und wie werden die Arbeitsprozesse und Ästhetiken durch die Zusammenarbeiten beeinflusst bzw. auch erst hervorgebracht?

18:30 – 19:30

Gemeinsames Abendessen Kantine ExRotaprint

20:00 – 21:30

Ggf. gemeinsamer Vorstellungsbesuch

Sonntag, 5.12.2021

10:00 – 10:30

Warm up

10:30 – 11:45

Impuls + Panel 3: Zwischen den Stühlen - Probleme der Fördersysteme

Impuls: Volker Hormann
Gäste: Kirsten Haß (Kulturstiftung des Bundes), Holger Bergmann (Fonds Darstellende Künste), Sabine Köhncke (Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin), Volker Hormann (Solistenensemble Kaleidoskop), Hermann-Christoph Müller (Kulturamt der Stadt Köln), Vendula Nováková (Stimme X)
Moderation: N.N.
Das freie Musiktheater gerät bei der Förderung häufig zwischen die Stühle. Die Förderinstrumente der Darstellenden Künste greifen häufig nicht, da sie z.B. keine Kompositionsaufträge vorsehen; die der Musik nicht, weil sie z.B. nicht auf die Erfordernisse szenischer Proben eingerichtet sind. Ebenso sind Musiktheaterproduktion häufig teurer als vergleichbare Theater- oder Tanzproduktionen. Welche Förderinstrumente für freies Musiktheater gibt es in den drei Szenen? Welche auf nationaler und internationaler Ebene? Welche besonderen Anforderungen für Musiktheater gibt es? Wie finden diese bisher Berücksichtigung? Wie müssten die Förderinstrumente entwickelt werden, um der Breite des freien Musiktheaters und den gegenwärtigen Produktionsweisen besser zu entsprechen?

11:45

Kaffeepause

12:15 – 12:30

Pitches IV: Berlin, Hamburg, Köln

12:30 – 13:45

Impuls + Panel 4: Netzwerke national / international

Gäste: Daniel Ott (Münchener Biennale), Désirée Meiser (Gare du Nord), Christian Grammel (Music Theatre Now), Arved Schultze (Bündnis internationaler Produktionshäuser), Sven Holm (Novoflot), Aliénor Dauchez (La Cage)
Moderation: Matthias Schönijahn, N.N.
Anders als die Tanz- oder Performance-Szene ist das freie Musiktheater bisher wenig vernetzt und findet überwiegend innerhalb der jeweiligen Regionen statt. Es fehlt z.B. an einem Netzwerk von Produktionshäusern, durch das sich Produktionskosten überregional auf mehrere Träger verteilen und ein größeres Publikum erreichen ließe. Was für Netzwerke gibt es? Wie lassen sich neue schaffen? Auf welchen Ebenen muss dabei gearbeitet werden? Lassen sich Lehren ziehen aus Best-Practice-Beispielen anderer Bereiche der Darstellenden Künste?

13:45 – 14:45

Gemeinsames Mittagessen Kantine ExRotaprint

14:45 – 16:45

Abschlussdiskussion